Herz-CT



Die CT des Herzens wird zur Beurteilung der Kalklast der Herzkranzgefäße und Darstellung der Herzkranzgefäße mittels Kontrastmittelgabe durchgeführt.

Die koronare Herzerkrankung mit der schlimmsten akuten Komplikation, dem Herzinfarkt, ist die häufigste Todesursache in den westlichen Ländern. Häufig tritt ein Herzinfarkt ohne Vorankündigung oder vorangehende Beschwerden auf. Groß angelegte Untersuchungen der letzten Jahre in den USA und Europa haben gezeigt, dass eine optimale rechtzeitig eingeführte medikamentöse Behandlung und Vorsorge häufig das Eintreten eines Herzinfarktes verhindert.

Unsere Praxis beschäftigt sich bereits seit 2006, nach Erwerb des ersten 64-Zeilen-CT in der Metropolregion Rhein-Neckar, intensiv mit der Herzdiagnostik.
Im Herbst 2011 haben wir ein neues hochmodernes CT-Gerät der Firma Siemens erworben, welches es uns ermöglicht, Aufnahmen mit gleicher hervorragender Qualität mit deutlich niedrigerer Strahlendosis anzufertigen.

Im April 2012 wurden die neuen Konsensusempfehlungen der Deutschen Röntgengesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie und Kinderkardiologie veröffentlicht, wonach die Computertomographie als anerkanntes Verfahren zur Beurteilung der Herzkranzgefäße in die Leitlinien aufgenommen wurde.

Die Kalk-Score-Bestimmung gilt als Basisuntersuchung und wird ohne Kontrastmittel durchgeführt. Laut Leitlinien kann diese Untersuchung in Einzelfällen zur Risikoabschätzung bei bekannten Risikofaktoren (hoher Blutdruck, hohe Cholesterinwerte, Rauchen, Übergewicht, Diabetes, Familienanamnese) für eine koronare Herzerkrankung durchgeführt werden. Bei erhöhtem Kalk-Score können Risiken gezielt behandelt oder vermieden werden. Verlaufskontrollen des Kalk-Scores können Hinweise darüber liefern, ob die getroffenen Maßnahmen hilfreich sind.

Die CT-Angiographie der Koronararterien (Herzkranzgefäße) ist ein Verfahren, welches mit Hilfe von intravenös verabreichtem Kontrastmittel direkt die Herzkranzgefäße darstellt, ohne dass ein Katheter in die Arterien eingeführt werden muss.
Gemäß den Konsensusempfehlungen ist diese Untersuchung in folgenden Situationen sinnvoll:
  • vor einer Herz-OP die nicht die Herzkranzgefäße betrifft, zum Ausschluss einer zusätzlichen Gefäßerkrankung
  • stabiler Angina pectoris, zum Ausschluss einer Gefäßverengung
  • instabile Angina pectoris ohne Veränderungen im EKG, welche auf einen Herzinfarkt hindeuten
  • bei Verdacht auf Aortendissektion als Methode der Wahl
  • nach Bypass-OP und Verdacht auf Verschluss des Bypasses
  • bei Verdacht auf Missbildungen der Herzkranzgefäße als Methode der Wahl
  • zur Darstellung der Koronarvenen vor Schrittmacherimplantation als Methode der Wahl
  • Zur Darstellung der Aortenklappe vor Planung einer perkutanen Klappenintervention als Methode der Wahl
  • Zur Darstellung von Herztumoren oder Thromben (Blutgerinnsel) in den Herzkammern, wenn kein MRT möglich ist



Sind Sie sich unsicher, ob eine CT-Untersuchung des Herzens bei Ihnen sinnvoll ist?
Rufen Sie uns an! Wir beraten Sie gerne und können im Zweifelsfall auch mit Ihrem behandelnden Arzt Rücksprache halten.